Buch 7

Die Erde und der Kosmos

Basen im Sonnensystem (9, 15)


Die US-Luftwaffe vermutete schon in den fünfziger Jahren, als immer mehr UFO-Beobachtungen gemeldet wurden, daß die UFOs Basen auf den Planeten und auf dem Mond hätten. Bei den Planeten kamen vor allem der relativ nahe gelegene Mars und die Venus in Frage. Diese Vermutungen wurden bestärkt durch die Aussagen der Kontaktler wie Adamski und Menger, die berichteten, daß die fremden Besucher sich als vom Mars, der Venus oder dem Saturn kommend vorgestellt hatten. Besonders die beiden Marsmonde Phobos und Daimos standen lange Zeit in dem Verdacht, Raumbasen von Außerirdischen zu sein.

Eine 1500 m lange Struktur in der Marsregion Cydonia, die stark einem menschlichen Gesicht gleicht und durch die Marsaufnahmen der Viking 1 Sonde 1976 bekannt wurde, wurde durch Computeranalyse von einigen Forschern als symmetrische künstlich geschaffene Monumentalabbildung eines menschlichen Gesichtes identifiziert. Zusätzlich entdeckten sie nur 15 Km von dem Gesicht entfernt 6 riesige Pyramiden mit symmetrischen Außenkanten . Ebnso wie die Pyramiden Ägyptens, zu denen sie das Gegenstück bilden könnten, ssheinen sie nach astronomischen Gesichtspunkten ausgerichtet zu sein. Eine 1,5x2,2 Km große fast 1000m hohe fünfeckige Pyramide bildet den Zentralpunkt der ganzen Anlage, in deren Maßen Wissenschaftler immer wieder die Naturkonstanten e und pi und ihr Verhältnis e/pi= 0,865 wiederzufinden glauben.

Eine Bestätigung dieser Thesen durch die Sonde Mars-Observer , die 1993 gestartet wurde, blieb aus, da die Sonde am 21 August 93 plötzlich versagte und möglicherweise "explodiert" ist , wie ein Nasa Mitarbeiter auf Grund des plötzlichen totalen Ausfalls vermutete. Dies war allerdings nichts Neues bei Sonden, die den Mars ausforschen sollten. Denn ähnliches war 4 Jahre vorher schon den beiden sowjetischen Sonden Phobos 1 und Phobos2 passiert. Phobos 1 kam nie zum Mars und verschwand plötzlich und unerklärlich. Phobos 2 kam bis zum Mars, trat in den Orbit ein und begann Fotos zur Erde zu funken.

Auf einer Infrarotaufnahme, bei der die Wärmeemission des Planeten fotografiert wurde, war ein netzartiges Muster zu sehen, so als würde eine ganze Stadt unter der Planetenoberfläche liegen. Zwei Tage später, am 25.3.1989, als die Sonde den Marsmond anfliegen sollte, kam es zu einem Abbruch der Funkverbindung. Phobos 2 geriet ins Trudeln, so als wenn er von etwas getroffen worden wäre, und stellte seine Übertragungen ein. Auf den letzten übertragenen 2 Bildern entdeckte man später bei der Auswertung ein längliches Objekt, das eine Leuchtspur hinterließ und sich auf die Sonde zubewegte. Die Vermutung, daß sie abgeschossen wurde, weil sie "fremden Luftraum verletzt" hatte, wie es auf der Erde heißt, liegt also nahe.

Auch auf dem Mond wurden immer wieder neue "nicht natürliche" Phänomene beobachtet . So entdeckte 1953 ein Amateurastronom mit seinem Teleskop etwas, was wie eine 30 Km lange, 1700 m hohe Brücke über einen Mondgraben aussah. Die "Brücke" wurde später vom Mount Palomar Observatorium und durch Aufnahmen von Apollo 16 bestätigt. Der Mondexperte Professor Wilkins vom Mount Wilson Observatorium beobachtete Anfang der fünfziger Jahre auf dem Grund des Kraters Gassendi eine Ansammlung länglicher leuchtender Gebilde in nahezu rechtwinkliger Anordnung zueinander in einem wie ein Spinnennetz wirkendes System von Linien. Einige der Linien schlängelten sich die Hänge hinauf und einige durchbrachen die Kraterwand. Außerdem erkannte man Kuppeln und zwei riesige Spitztürme, die lange Schatten warfen. Die Vermutung , daß es sich hier um etwas wie eine "Stadt" der Außerirdischen handelt, lag nahe.

Daß die Apollo-Mission unter ständiger Kontrolle von UFO-ähnlichen Gebilden stand, die meistens als Lichterscheinungen auftraten, ist inzwischen von vielen Seiten bestätigt worden. Das Unternehmen wurde auch deshalb nach dem Einsammeln einiger Steine, einigen kleinen "Spaziergängen" und einigen technisch unbefriedigenden Erkundungsfahrten mit dem "Mondmobil" auf dem Mond abgebrochen, was angesichts des Aufwandes, der dafür getrieben worden war , ein sehr mageres Ergebnis war.

Außer den UFOs wurden auch Tunnel und Kuppeln beobachtet. Der Auftrag, eine 140 m hohe dünne Pyramide näher zu untersuchen, konnte nach Aussage der Astronauten wegen "Problemen bei der Findung eines geeigneten Landeplatzes" nicht ausgeführt werden. Möglicherweise hatten sie Angst , im "Vorgarten" der Außerirdischen zu landen und von ihrem "Hund" gebissen zu werden. Denn die UFOs waren ihnen ständig auf den Fersen. Vielleicht nicht zuletzt aus diesem Grund waren die Apollo Flüge für die Besatzungen ein Erlebnis, das ihr Leben total veränderte.

Sie, die aus den Spitzenkräften der amerikanischen Testpiloten bestanden, die in unzähligen Eignungstests als harte und durch nichts zu erschütternde Personen herausgefiltert worden waren, kamen als von der Schöpfungsmacht des Universum und vielleicht auch von dem , was sie auf dem Mond gesehen hatten, über was sie nicht berichten durften, im Tiefsten berührte Menschen zurück. Sie erwiesen sich als unfähig, den amerikanischen Lebensstil, der auf Äußerlichkeiten und Glanz und Gloria abgestimmt ist, weiterhin zu ertragen. Die meisten von ihnen wurden deshalb von ihren Frauen, die darauf nicht verzichten wollten und konnten, bei denen sie möglicherweise aber auch versehentlich Dinge augesprochen hätten, die streng geheim bleiben sollten, geschieden und zogen sich privat in die Natur zurück, obwohl sie in ihrem Geschäftsleben auf Grund ihrer hohen Qualifikation, durchaus erfolgreich waren und blieben.

Doch zurück zum Mond. Nahezu sicher ist es, daß es eine Menge von teilweise riesigen Spitztürmen gibt, deren Schatten sich über viele Kilometer erstrecken. Einige sind höher als die höchsten Gebäude der Erde, andere wieder haben nur eine Höhe von ca 25 m. Sie sind viel heller als die sie umgebenden Mare und Lavafelder. Darüberhinaus gibt es Beobachtungen von Fahrzeugen, die die Kraterränder hinauffahren, wobei sie deutlich sichtbare Spuren hinterlassen, Bergbaumaschinen, die aus x-förmig zusammengesetzten Rohren bestehen am Rande eines Kraters, rechtwinklige Strukturen, die von einer doppelten kreisrunden Mauer umgeben sind, kurz eine Menge von Erscheinungen, die nach allem bisher Bekannten nicht natürlichen Ursprungs sein können.

Es wird damit wahrscheinlich, daß der Mond, möglicherweise schon seit vielen Tausenden von Jahren, von außerirdischen oder auch von früher einmal von der Erde kommenden Zivilisationen als Zwischenstation zwischen Erde und Weltraum genutzt wurde und heute noch wird. Die Apollo-Flüge wurden höchstwahrscheinlich nicht deshalb abgebrochen, weil der Mond uninteressant für eine Erforschung war, sondern weil man feststellte, daß schon vorher andere da waren und den Mond nach wie vor besetzt halten. Man selbst gilt, jedenfalls zur Zeit noch, als unerwünschter Eindringling , der froh sein muß, wenn er mit heiler Haut davon kommt und der Hausherr nicht seine Hunde ( sprich UFOs ) auf ihn hetzt.

Doch nicht nur der Mond oder Mars, dessen Eignung zu menschlicher Besiedlung noch in einem besonderen Kapitel untersucht werden wird, sondern auch die noch garnicht näher untersuchte Venus und darüber hinaus eine Unzahl von natürlichen Planetoiden, die in elliptischen Bahnen um die Sonne kreisen und von Zeit zu Zeit dem Mars oder der Erde, oder auch beiden, nahe kommen, sind als Weltraumbasen geeignet. Darüberhinaus ist es möglich, auch künstliche Gebilde erheblicher Größe im Weltraum und in unserem Sonnensystem zu stationieren, wenn man erst einmal eine leistungsfähige Basis auf dem Mond oder auf dem Mars hat und über eine geeignete Antriebstechnologie verfügt. Da es aber offenbar bei den außerirdischen Zivilisationen schon seit Zehntausenden von Erdenjahren diese Antriebstechnologie gibt - was ihre Geschichte auf der Erde beweist - ist es verständlich, daß sie, seitdem die Erde für sie interessant geworden ist - und das ist mit Sicherheit mehr als 50000 Jahre her - sich Basen im Sonnensystem eingerichtet haben. Es ist sogar wahrscheinlich, daß diese Basen bereits eine lange Geschichte hinter sich haben und viele von ihnen wieder verlassen und andere neu eingerichtet wurden, so wie es die fortschreitende Zeit und die Bedürfnisse ergaben.

Von den beobachteten Riesenufos in Kilometergröße und 30 Km Höhe wurde schon an anderer Stelle berichtet. Darüberhinaus entdeckte das 300 m Radioteleskop Arecibo 1989 durch Radarecho einen hantelförmigen Planetoiden mit zwei 700 m entfernten keulenförmigen Enden , der in nur 4 Millionen Km Entfernung an der Erde vorbeizog . Er erhielt die Nummer 1989 PB. (16) Hantelförmige Gebilde sind hervorragend als künstliche Raumstationen geeignet, da sie über entsprechende Rotation um den Mittelpunkt des "Griffes" eine Fliehkraft als künstliche Schwerkraft erzeugen können. Dabei ist ein weiterer Vorteil für die Bewohner , daß künstliche Raumstationen dieser Größe und Entfernung nur sehr schwer zu entdecken sind, vor allem dann, wenn sie eine Oberfläche haben, die das Sonnenlicht nicht reflektiert.

Durch die Ereignisse der jüngsten Zeit sind die Planetoide wieder sehr stark in das Interesse der Wissenschaft und auch der Öffentlichkeit gerückt. Dazu tragen natürlich auch die immer weiter verbesserten Teleskope, wie das Weltraumteleskop Hubbel und das Radoteleskop Arecibo bei. Aber auch die anderen weniger bekannten Teleskope haben einen sehr hohen Standard erreicht, der ihnen ermöglicht, unter dem Interesse, das die Weltraumforschung zur Zeit findet, und das sich auch in der Bewilligung entsprechender Mittel dafür ausdrückt, laufend neue Erkenntnisse zu gewinnen. Eine der neuesten Aufgaben, die sogar von der NASA gefördert wird, ist dabei die Suche nach Planeten in fremden Sonnensystemen, die ähnliche Lebensbedingungen wie die der Erde aufweisen. Doch die Suche nach Planeten jeder Art ist mit den bisher vorhandenen Mitteln außerordentlich schwer, da sie kein Licht aussenden und auch sonst keine elektromagnetischen Strahlungen oder Wellen natürlicher Art von ihnen ausgehen, die mit den bisher vorhandenen Anlagen feststellbar wären. Man muß also zu der, noch aus den Anfängen der Astronomie stammenden Methode der Beobachtung von Unregelmäßigkeiten im Bahnverlauf bekannter und sichtbarer Sterne, also der Sonnen, zurückkehren.

Nach dieser Methode wurde 1846 der weit entfernte Planet Neptun unserer Sonne , der Störungen in der Bahn des Planeten Uranus verursachte, entdeckt. Man kann sich aber auch als Laie vorstellen, wie schwierig es ist, diese Methode auf Sonnen anzuwenden, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind und von denen es Zigtausende gibt. Trotzdem ist es bis1998 bereits gelungen, einige Planeten nach dieser Methode zu finden. Ein erdähnlicher war aber nach Aussage der Wissenschaftler bisher nicht darunter. Aber die Suche geht weiter und wird noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Von kompetenten Wissenschaftlern wurde jedenfalls auf Grund der bisherigen Ergebnisse die Aussage gemacht, daß spätestens in 30 Jahren mindestens ein erdähnlicher Planet gefunden sein wird. Ob dies dann allerdings der Heimatplanet der außerirdischen Besucher ist, nach dem man letztendlich sucht, bleibt abzuwarten. Vielleicht äußern sie sich bis dahin selbst zu diesem Thema.

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Die Beschaffenheit des Planeten Mars und seine Eignung für eine menschliche oder außerirdische Besiedlung (9)

Es gibt auf dem Mars Strukturen, die irdischen Strömen , Flüssen oder Überflutungsrückständen gleichen. Davon gibt es drei Arten : Ausflußkanäle, Abflußkanäle und Kanäle in Form von langgezogenen Furchen, die sich mit den Kenntnissen, die man von der Erde hat, zur Zeit noch nicht erklären lassen. Die Abflußkanäle erinnern an irdische Stromtäler, weisen jedoch die Eigenart auf, daß die Nebenflüße meist eine Zeitlang nahezu parallel zum Hauptstrom verlaufen, bevor sie sich mit diesem vereinen. Die Täler sind steil abfallende Schluchten. Die Böden der Täler sind flach. Auf den Böden finden sich bisher kaum Hinweise, daß dort einmal Wasser geflossen ist. Die Abmessungen dieser Kanäle sind gigantisch. Sie sind bis zu 4000 Km lang, 700 Km breit und 6 Km tief.

Da die Strukturen eindeutig auf das Fließen von Wasser und nicht auf das Fließen von Lava hinweisen, ist wahrscheinlich, daß das Wasser in diesen Gebieten unterirdisch geflossen ist, und die Täler sind später darüber eingebrochen. Da der Mars von einer dicken Schicht von porösem Gestein bedeckt ist, kann sich leicht vorhandenes Wasser in unterirdischen Systemen sammeln und unterirdisch abfließen. Auf der Erde gibt es, allerdings in viel kleinerem Maßstab, ähnliche Verhältnisse an den Rändern der Gebirge des persischen Hochlandes. Die unterirdischen Kanäle werden dort von den Menschen in uralter Tradition gefördert und instandgehalten und zur Bewässerung der Gärten und Felder in der Nähe der Ortschaften benutzt.

Die Abflußkanäle finden sich in den alten, stark verkraterten Gebieten des Mars. Diese sind alle älter als 3,8 Millionen Jahre, und es ist kein Problem, sich vorzustellen , daß innerhalb dieses langen Zeitraums auf dem Mars einmal paradiesische Verhältnisse geherrscht haben. Daß es Flüsse und Meere gab und Wasser und Land mit Leben aller Art erfüllt war, das den Vergleich mit unserer Erde durchaus verträgt.

Da der Mars weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, ist der Anteil an Wärmestrahlung, den er von dort erhält, entsprechend geringer. Man hat errechnet, daß der Energieeintrag etwa 30% niedriger ist als auf der Erde. Dies wäre aber leicht kompensierbar durch eine veänderte Zusammensetzung der Atmosphäre. Ein höherer Anteil an Kohlendioxid würde zum Beispiel den aus der heutigen Umweltdiskussion bekannten Treibhauseffekt bewirkt haben, was zu einer ausreichenden Erwärmung geführt hätte. Auf dem Mars wären damit optimale Wärmeverhältnisse zu erreichen, während sie auf der Erde zu einer viel zu aktiven Atmosphäre führen würden , die sich in verheerenden Unwettern, Wirbelstürmen und Flutkatastrophen entladen würde. In der Geschichte der Erde hat es diese Verhältnisse schon gegeben, nur menschliches Leben in der Form , wie wir es aus der geschichtlichen Zeit kennen , wäre damals nicht möglich gewesen. Außerdem gibt es auch bei den heutigen Verhältnissen auf der Erde große Gebiete, in denen der Mensch besser leben könnte, wenn der Energieeintrag geringer wäre.

Die ursprünglichen Voraussetzungen zum Entstehen einer lebensfreundlichen Atmosphäre waren auf dem Mars nicht anders als auf der Erde. Auch der Mars verfügt über einen glutflüssigen Kern, der für Vulkanismus sorgte. Die vielen Vulkankegel auf dem Mars beweisen es. Dieser Vulkanismus ist der primäre Lieferant für das Kohlendioxyd der Atmosphäre. Das Wasser lieferten, wie auf der Erde, einschlagende Kometen, außerdem konnte das Marsgestein selbst erhebliche Wassermengen abgeben. Mit dem Vorhandensein von Wärme, Wasser und Kohlendioxyd waren die Voraussetzungen zum Entstehen von stofflichem Leben gegeben, das sich ähnlich, wie von der Erde bekannt, entwickeln konnte.

Auf Grund der Bilder, welche die verschiedenen Marssonden bisher lieferten, hat man weitere Wasserläufe jüngeren Datums entdeckt. So zum Beispiel auch an den Berghängen der nördlichen sogenannten "Tharsis" - Vulkane und an den Flanken des "Alba - Paterna". Sie sind offenbar durch auf der Oberfläche abfließendes Wasser entstanden und ihr Alter beträgt höchstens zweieinhalb Milliarden Jahre, es können aber auch nur Fünfhundert Millionen sein.

Ganz sicher ist man sich in dem Nachweis von vorhandenem Wasser in den Grenzbereichen der Hochlandfläche des Südens und den Tiefebenen des Nordens. Hier finden sich die sogenannten Abflußkanäle. Nach der zur Zeit von einigen Wissenschaftlern vertretenen Meinung handelt es sich dabei um Abflußvorgänge , die in der sehr kurzen Zeit von Tagen in einer chaotischen Flutwelle stattgefunden haben. Aus den hierbei abgerissenen Gesteinsmengen hat man eine dabei fließende Wassermenge von siebeneinhalb Millionen Kubikkilometer Wasser errechnet. Sie würde ein den ganzen Mars umspannendes fünfzig Meter tiefes Meer ergeben.

Aus anderen Berechnungen, die am NASA Ames Research Center in Kalifornien gemacht wurden, geht hervor, daß das Wasser, das der Mars selbst in seiner frühen Geschichte ausgaste einen 160 Meter tiefen globalen Ozean ergeben hätte. Dies ist zwar etwa nur ein Zweihundertstel der Wassermenge der Erde, aber doch noch eine beachtliche Menge. Man nimmt an, daß auch heute noch ein großer Teil davon als Eis verborgen unter der Oberfläche liegt.

Wenn dieses Eis jetzt durch einen schnellen Prozeß mit hoher Energieentwicklung sehr schnell erhitzt wird, gerät das ganze Umfeld in Bewegung. Das Eis schmilzt und verwandelt sich in Wasser. Die auf dem Eis lagernden Gesteinsmassen brechen ein und sinken auf den Boden. Dabei verdrängen sie das Wasser, das schlagartig herausgeschleudert wird und in wildem Lauf, dem natürlichen Gefälle des Geländes folgend, abfließt, wobei es alles , was im Wege ist, mit sich fortreißt. Es entsteht eine Landschaft, die auf dem Mars als "chaotisches Terrain" bezeichnet wird. Als Ursache des plötzlichen Aufschmelzen des Eises können Vulkanausbrüche oder der Einschlag größerer Meteoriten in Frage kommen.

Auch ein langsames Aufschmelzen durch Absinken des Eises in die Tiefe und schmelzen durch die innere Marswärme ist denkbar. Hier sind ebenfalls plötzliche Einbrüche unter Herausschleudern großer Wassermassen vorstellbar. Auch das Aufbrechen von Eisbarrieren kann erhebliche bis dahin aufgestaute Wassermassen freisetzen, die dann alles verwüstend durch die Landschaft brausen . In den nördlichen Gegenden Kanadas und der USA hat es vor mehr als 10000 Jahren ( also zur Zeit der Polverschiebung um 3000 Km nach Norden -von Europa aus gesehen-), vereinzelt derartige Sturzfluten gegeben . Die Wassermassen nahmen dabei einen Weg, der bereits durch bestehende Täler gegeben war, jedoch durch die heranbrausenden Fluten und das mitgeführte Material bis zu 200m tiefer ausgewaschen wurden.

Es existieren auf dem Mars auch eine Vielzahl von Senken, in denen sehr feines Material abgelagert wurde. Sie ähneln ausgetrockneten Seen auf deren Grund tonartige Sedimente liegen. Auch dieses deutet auf das einstige Vorhandensein von Wasser hin. Auf Grund der Messungen einer Marssonde vermutet man heute Wasser nahe an der Oberfläche des "Solis Lacus". Dies ist eine große Senke in der 1973 ein gewaltiger Sandsturm stattfand. In den von der Marssonde aufgefangenen Partikeln dieses Sturmes befand sich überraschend viel Wasser. Auf Grund all dieser Feststellungen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, daß es unterirdisch auf dem Mars noch ganze Wasserzirkulationssysteme gibt, und zwar dort, wo Wasserreserven und vulkanische Aktivität zusammentreffen, wo das Wasser also durch die innere Wärme des Mars in flüssiger Form vorliegt.

In den achtziger Jahren wurde in amerikanischen geologischen Instituten entdeckt, daß die Täler des Mars und zwar besonders das riesige "Valles Marineris" mit bis zu 7000m mächtigen Sedimenten bedeckt sind . Weitere Untersuchungen und Analysen von Aufnahmen führten zu dem Schluß, daß es sich zum großen Teil um die Sedimente eines riesigen Sees handeln muß, die wahrscheinlich zum großen Teil aus Karbonaten bestehen. Eine Analyse aus dem Orbit heraus ist aber nicht möglich, weil der Boden mit einer dicken Staubschicht zugedeckt ist. Eine gewisse Bestätigung dieser Ansicht brachten die Karbonate, die sich in dem berühmten Marsmeteoriten ALH 84001, der 1984 in der Antarktis gefunden wurde, befanden.

Diese Erkenntnis schlug in der Wissenschaft wie eine Bombe ein, denn unzählige Skeptiker hatten immer wieder die Möglichkeit jeglichen Lebens auf dem Mars verneint, und die Befürworter dieser Möglichkeit als Spinner und Phantasten abgetan. Sie war der Anfang einer sehr intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Mars und führte zur Forcierung der Marsforschungsprojekte, die unter anderem auch die hier angeführten Erkenntnisse brachten.

So brachten auch Farbanalysen von Photos des Bodens des Valles Marineris , die von den Marssonden Viking und Phobus gemacht wurden, die Erkenntnis , daß sich in Spalten des Gesteins kristalline Eisenoxide gebildet haben, wie sie nur in stehenden Gewässern vorkommen. Die Sedimentmenge in diesem genannten See im Valles Marineris wurde zu 129000 Kubikkilometern berechnet. Eine Menge, die den gesamten Mars mit einer 90 Zentimeter dicken Schicht bedecken könnte. Der größte bekannte irdische See, der sich vor 37 Millionen Jahren in Wyoming ausdehnte, brachte es dagegen nur auf 20000 Kubikkilometern in vier Millionen Jahren.

Alle bisher durchgeführten Untersuchungen von Meteorsteinen vom Mars, von Marsgestein auf dem Mars und von Photos der Marsoberfläche aus der Ferne und aus der Nähe weisen darauf hin, daß man in absehbarer Zeit, das heißt, wenn die Ergebnisse der laufenden und geplanten Marsmissionen ausgewertet sind, sicher wissen wird, daß es auch heute noch primitives Leben auf dem Mars gibt.

Ob auch die Frage nach früherem, auch höherentwickeltem Leben, in einer mit der Erde vergleichbaren Form eine Antwort findet, bleibt abzuwarten. Wenn man bedenkt , daß selbst auf der uns seit langem zugänglichen Erde die Kenntnis von der Vergangenheit und der menschlichen Entwicklung noch sehr lückenhaft ist, und die Fragen nach der Entstehung des Lebens gegenwärtig in Abständen von Jahrzehnten immer neue Antworten finden, kann man wohl mit Recht erwarten, daß die Wissenschaft und die Weltraumtechnik zur Zeit mit dieser Frage noch überfordert sind und noch eine Längere Zeit benötigen, ehe sie darauf eine brauchbare Antwort geben können.

Voraussetzung für die Klärung dieser Frage wäre mit Sicherheit die bemannte Raumfahrt zum Mars in einer relativ fortgeschrittenen Form. Es wäre nämlich erforderlich, größere interessante Flächen mit Fahrzeugen zu erkunden und an interessant erscheinenden Stellen Bohrungen und Ausgrabungen durchzuführen. Doch auch dabei bliebe fraglich, ob man an den richtigen Stellen forschte. Nützlich könnten neuzuentwickelnde Ortungsgeräte sein, die durch meterdicke Ablagerungsschichten hindurch Strukturen im Untergrund erkennen ließen, denn die heute zugängliche Marsoberfläche ist bei Untersuchung mit den bisher bekannten Mitteln wenig aussagefähig. Diese Geräte könnten natürlich auch für archaeologische Untersuchungen auf der Erde sehr nützlich sein.

Voraussetzung für die effektiv und ungestört durchzuführende Raumfahrt zum Mars, wäre aber selbstverständlich eine Einigung mit den Kräften, die zur Zeit noch die Sammlung weiterer Daten über den Mars zu behindern scheinen, wie im vorangegangenem Kapitel dargestellt wurde.

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Meteorite, Strafe der Götter ? (32)



" Eine feurige Masse erschien am Himmel, einen leuchtenden Streifen und Rauchwolken hinter sich lassend und glitt mit einer schwach geneigten Bahn am Himmel entlang. Nur zwei bis drei Sekunden war die Erscheinung am Himmel zu sehen und nach ca. zwei Minuten erklang ein Getöse, als wenn zahlreiche Kanonen abgefeuert würden ". Dies ist die Beschreibung eines Meteoritenfalls im August 1887 über Ochansk in Rußland. Der Meteorit, der sich so spektakulär am Himmel produziert hatte, richtete keinen bekanntgewordenen Schaden an. Aber nicht immer geht es so glimpflich für die Erdbewohner ab, wenn größere oder kleinere Meteorite in den Bannkreis der Erde gelangen und unwiderstehlich von ihr angezogen werden, bis sie schließlich auf sie niederstürzen. Dann zeigt sich bei kleineren Objekten als erstes eine weißliche über den Himmel ziehende Kugel, die bereits in Höhen von 120 Km sichtbar wird. Sie nimmt darauf den Charakter einer Feuerkugel an, deren Geschwindigkeit sich laufend zu erhöhen scheint, je näher sie der Erde kommt. Leuchtkraft und Größe nehmen zu, wenn sie in die dichteren Luftschichten eintritt. Ist der Meteorit klein, dann wird er durch die Reibung an der Luft abgebremst und erlischt nach einem "Boliden" genannten explosionsartigen Ereignis. Die Reste, soweit welche vorhanden sind und nicht alles verbrannt oder verdampft ist, fallen mit normaler Fallgeschwindigkeit nahezu senkrecht zur Erde.

Die Geschwindigkeit, mit der die Meteorite sich in der Lufthülle der Erde bewegen, liegt, je nachdem, ob sie hinter der sich mit der Rotationsgeschwindigkeit der Erde bewegenden Lufthülle "herfliegen" oder ihr frontal entgegenkommen, zwischen 20 und 70 Km/sec. Man hat festgestellt , daß Meteorite am häufigsten mit Geschwindigkeiten um 25 Km/sec auf die Erde treffen. Das entspricht ca 90000 Km/h, also der etwa 90fachen Geschwindigkeit eines Überschalljets. Bei dieser hohen Geschwindigkeit bildet sich vor dem Meteoriten ein Gemisch aus glühender ionisierter Luft und abgeschmolzenem, verdampften und ebenfalls ionisierten Meteoritenmaterial, das den Lichteffekt abgibt. Ein kleiner Meteorit erzeugt dabei einen Feuerball, der bis 200 mal so groß ist, wie er selbst.

Die leuchtenden Gasteilchen bleiben hinter dem Meteoriten zurück und bilden einen leuchtenden Schweif. Am Tage erscheint er als Rauchfahne. Durch die hohe Geschwindigkeit des Meteoriten wird ein Überschalldonner, ähnlich wie bei einem Jet, der mit Überschallgeschwindigkeit fliegt, erzeugt. Dieser Donner ist bei kleineren Objekten von ca 50 Kg in einem Umkreis von 50-70 Km zu hören, während die Lichterscheinung noch in Entfernungen von 140 Km beobachtet wurde.

Da die Lufthülle der Erde so kleinere Meteoroide bis zu einigen Tonnen Gewicht effektiv abbremst und sie meistens auch noch infolge der Hitzeentwicklung in viele kleinere Teile zerspringen, entstehen bis zu dieser Größe auf der Erdoberfläche nur geringe Schäden. Treffen sie beim Herunterfallen auf freies Gelände, so ergeben sich röhrenförmige Einschlagslöcher von - bei weichem Boden- mehreren Metern Tiefe, ähnlich wie bei einem Bombenblindgänger. Wird allerdings ein Bauwerk oder Fahrzeug getroffen, was auf Grund der Wahrscheinlichkeit nur sehr selten vorkommt, dann wird allerdings jede übliche Struktur, wie von einem Geschoß hoher Energie , durchschlagen.

Ganz anders dagegen sieht es bei größeren Meteoroiden oder sogar Planetoiden aus. Ihre Masse ist so groß, daß die Lufthülle der Erde nicht ausreicht , um sie entsprechend abzubremsen und sie treffen so fast ungebremst mit ihrer kosmischen Geschwindikeit auf die Erdoberfläche. Da diese Geschwindigkeit auch hier , wie schon gesagt , mindestens bei 20-70 Km/sec aber auch noch weit darüber liegen kann, werden auch bei kleineren Objekten, die nur 100 Tonnen wiegen, Energien frei, die ein vielfaches von Nuklearexplosionen erreichen und entsprechend verheerende Wirkungen auf das Umfeld der Einschlagsstelle haben.

Glücklicherweise explodieren auch größere Meteorite oft schon in der Luft, da bei ihrer hohen Eintrittsgeschwindigkeit die Lufthülle der Erde fast wie ein fester Körper wirkt. So wurde zum Beispiel am 1. Februar 1994 eine ca 3000 Grad heiße und 1000 Tonnen schwere Feuerkugel von Nordwesten her über den Pazifik rasend beobachtet, die rote und blaue Feuerzungen hinter sich herzog und in 20 Km Höhe nahe den Tokelau-Inseln explodierte. Die von US-Satelliten registrierte Explosionsenergie erreichte die einer nuklearen 100 Kilotonnen Bombe, das entspricht also der Sprengkraft von 100 000 Tonnen TNT oder 5 Hiroshima Bomben. Beim Auftreffen auf festes Gestein auf der Erdoberfläche wäre die Energie noch weit höher gewesen.

Durch die Explosion in der Luft war die Erde noch einmal gut davongekommen. Wäre der Feuerball in den Pazifik gestürzt, dann hätte die Explosion eine Flutwelle ausgelöst, die viele Anrainerländer des Pazific in Mitleidenschaft gezogen und sicher Tausenden von Menschen das Leben gekostet hätte. Darüberhinaus wäre durch das verdampfte Wasser zumindestens in der Region mit sintflutartigen Regenfällen zu rechnen gewesen.

In früheren Zeiten hätte man die Ursache für diese Katastrophe sicher nicht erkannt und hätte die Flutwelle und den Tod vieler Menschen als "von den Göttern geschickt" hinnehmen müssen. So geschah es jedenfalls bei den verheerenden Meteoritenenschlägen in geschichtlicher und vorgeschichtlicher Zeit, von denen es mehrere gegeben hat.

Der wohl bekannteste davon ist der Einschlag eines Riesenmeteoriten oder eines Planetoiden in Yucatan, Mexiko vor ca 65 Millionen Jahren, der die Erde völlig umkrempelte und zum Untergang der Saurier führte. Er hinterließ einen Krater von 170 Km Durchmesser. Den nächsten beachtenswerten , jetzt schon für die Menschen katastrophalen Meteoriteneinschlag gab es vor 47000 Jahren in Arizona, USA mit einem Kraterdurchmesser von 1,2 Km und der Vernichtung des Lebens in großen Teilen des südlichen Nordamerikas. Danach sind bis jetzt etwa 15 heute bekannte Krater durch den Einschlag eines Meteoriten auf dem Festland entstanden. Auf Grund der Wasser-Land-Verteilung auf der Erde und auf Grund der Tatsache, daß bisher nur aufgefundene und eindeutig durch Bodenuntersuchungen wissenschaftlich bewiesene Einschläge registriert wurden, kann man davon ausgehen , daß in den letzten 50000 Jahren mindestens 50 bedeutende Einschläge stattgefunden haben. Das heißt, daß im Mittel alle 1000 Jahre ein größeres Ereignis stattfindet.

Unter dem Eindruck der 19 gewaltigen Einschläge der sichtbaren Fragmente des Kometen Shoemaker-Levy auf dem Jupiter zwischen dem 16. und dem 22. Juli 1994 hat man sich auch auf der Erde gefragt, was passieren würde, wenn ein derartiger Komet die Erde statt Jupiter treffen würde. Immerhin zog ja 1997 der Komet Hale Bop, zwar glücklicherweise noch in beachtlicher Entfernung, aber immerhin doch wegen seiner Größe und Energie bedrohlich, an der Erde vorbei und verschwand nach dieser Vorstellung wieder im Weltraum, wo er völlig neu und unvermutet auch aufgetaucht war. In alten Zeiten wäre man über diese beiden spektakulären Kometen sicher nicht zur Tagesordnung übergegangen, als wenn nichts gewesen wäre. Denn was wäre, wenn ein ähnlicher Komet Kurs auf die Erde nehmen würde? Wir wären ihm, trotz all unserer schönen Technik , wie in alten Zeiten rettungslos ausgeliefert.

Es soll hier nun keine Weltuntergangsstimmung verbreitet werden, aber mit kleineren Ereignissen, die auch ganze Regionen betreffen können , muß immer noch gerechnet werden. Bisherige Beobachtungen haben nämlich zu dem Ergebnis geführt, daß etwa 2500 kilometergroße Objekte der Erdbahn sehr nahe kommen können. Bei kleineren Objekten rechnet man schon mit Hunderttausenden, die die Erdbahn kreuzen können. Dies zeigt, daß die Erde relativ gefährdet für Meteoreinschläge ist. Und die jüngere Geschichte der Erde beweist dies auch. Vielleicht ist dies letzlich auch der Grund, warum die Kultur der Erde soweit hinter den Kulturen und Kenntnissen anderer Planeten in anderen Sonnensystemen hinterherhinkt. Wahrscheinlich wurde, wenn die Kultur auf der Erde einen gewissen Stand erreicht hatte, durch einen Meteoreinschlag alles wieder um Tausende oder sogar Zehntausende von Jahren zurückgeworfen.

Wenn wir uns an die Geschichte vom Untergang von Atlantis zurückerinnern, wie sie von Platon überliefert wurde, so hat in dieser Geschichte der alte ägyptische Priester schon vor etwa 2500 Jahren genau dieses vom Untergang der Kulturen auf der Erde berichtet. Und an den Voraussetzungen dafür hat sich in der kosmisch gesehen kurzen Zeitspanne nichts geändert. Die alten Weisheiten aus Tibet sprechen sogar davon, daß nach jedem dieser Ereignisse die Außerirdischen wieder auf die Erde zurückkehren, um das in den Katastrophen untergegangene und verlorene Grundwissen von Sprache, Schrift und anderen für die Menschen wichtigen Dingen, wieder dorthin zu bringen.

Denn was bei dem Einschlag eines Kometen von der Größe des größten Teilstücks des Shoemaker-Levy-Kometen auf der Erde passieren würde, übersteigt alle menschliche Vorstellungskraft. Dieses Teilstück würde bei der auf Jupiter beobachteten Aufprallgeschwindigkeit von 200 000 Km/h eine Energie freisetzen die 12 Millionen Hiroshima Bomben entspräche. Das würde bei einem Einschlag in Europa Hunderten von Millionen Menschen sofort das Leben kosten , weitere Millionen würden durch die in der Folge ausgelösten Erdbeben und Flutwellen ihr Leben verlieren und der weitab auf geschützten Hochländern lebende Rest der Menschheit, der nicht ebenfalls durch Erdbeben oder Flutwellen umgekommen ist, müßte nahezu wieder von vorn anfangen. Er wäre gezwungen, für hunderte von Jahren Zuflucht in tiefen Erdhöhlen zu suchen, da auf der Erdoberfläche fast ohne Pause verheerende Unwetter toben, sehr niedrige Temperaturen herrschen und die Gestirne Sonne und Mond so gut wie überhaupt nicht mehr am Himmel erscheinen würden. Dies ist kein erfundenes Horrorscenario, sondern es ist vor garnicht allzulanger Zeit, genauer gesagt vor etwa 10500 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Erde passiert.

Damals muß ein Meteoriteneinschlag beachtlicher Größe die Erde sogar so aus dem Gleichmaß ihrer Umdrehungen gebracht haben, daß sie ins Taumeln geriet und ihre neue stabile Achse erst nach einiger Zeit wiederfand. Der Austrittspunkt der gedachten Erdachse hatte sich danach , von Europa aus gesehen, um 3000 Km nach Norden verschoben. In der Folge verschwanden die Eiskappen über Europa fast vollständig und die am neuen Nordpol sich bildenden Eismassen schwammen im Wasser und verdrängten dabei soviel Wasser, daß weltweit der Meeresspiegel um etwa 100 m anstieg. Dieser Meteorit vernichtete das alte sagenhafte Atlantis und aus den viele Jahre in den Höhlen der Pyrenäen und Aquitaniens ausharrenden alten Atlantern bildete sich das neue atlantische Volk, das dann das Atlantis Platons in Andalusien begründete. Der Krater dieses Meteoriten liegt irgendwo im Atlantik , möglicherweise in der Nähe der heutigen Bermudas und wurde bisher noch nicht wissenschaftlich festgestellt. ( siehe auch das Kapitel über das sagenhafte alte Atlantis am Anfang dieses Buches )

Damit ist das größte in neuerer vorgeschichtlicher Zeit durch einen Meteoriteneinschlag stattfindende Ereignis schon angesprochen. Das zweite ereignete sich etwa 4000v.Chr. im Gebiet des heutigen Saudi Arabien bei Wabar (11) südlich von der Inselkultur von Dilmun. Es wurde möglicherweise begleitet vom Einschlag eines weiteren Teilstücks auf gleicher geographischer Breite in den Indischen Ozean. Die hierdurch ausgelöste Flutwelle vernichtete die Indus-Kultur und die durch das Ereignis hervorgerufenen verheerenden sintfutartigen Regenfälle lösten die "Große Flut" in Mesopotamien aus, die in der Geschichte von Sumer eine große Rolle spielt.

Das dritte ereignete sich dann ca 2180 v.Chr. Es war der Einschlag eines sehr großen Meteoriten, der einen Krater von 12,6 Km Durchmesser in der heutigen südlichen Sahara bei Aorounga im Tschad verursachte. Es beendete die nordafrikanische Bauernkultur in der Sahara und war der Auslöser der Bildung der Riesenwüste in Nordafrika. In dem nur 1000 Km entfernt liegenden Ägypten beendete es das alte Reich und verursachte in den Folgeereignissen wie Klimaschwankungen, Ausbleiben der Nilschwemme usw. abgesehen von der weitgehenden direkten Zerstörung des Landes, eine 140 Jahre andauernde Unstabilität der Verhältnisse in Ägypten, die erst mit der Gründung des mittleren Reiches überwunden wurde. Wahrscheinlich ist es nur den Pyramiden und den in ihnen vor der Zerstörung bewahrten Kulturgütern Ägyptens zu verdanken, daß Ägypten im mittleren Reich fast lückenlos an die Kultur des alten Reiches anknüpfen konnte.

Ca 1250 Jahre später folgte dann der nächste gewaltige Einschlag eines Meteoriten in den Atlantik vor der Küste von Frankreich, der möglicherweise, ähnlich wie der Komet Shoemaker-Levy, vorher in mehrere Teile zerbrochen war. Die mit dem Einschlag dieses Meteoriten verbundenen Erd- und Seebeben führten mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen zum Untergang von Platons Atlantis und in dessen Folge zum Ende des atlantischen Reiches und zum Ende der Bronzezeit im Mittelmeerraum.

Für Jahrhunderte brach eine ganze Kultur zusammen und mußte sich danach aus den Resten wieder neu entwickeln.

Es mutet schon eigenartig an, daß diese Meteoreinschläge immer in der Nähe einer Kultur stattfanden, die einen Höhepunkt gefunden hatte, aber auf diesem Höhepunkt dann verharrte und erstarrte. Sie fand offenbar aus sich heraus nicht die Kraft zur Weiterentwicklung, die zwangsläufig eine Aufgabe gewonnener Bequemlichkeit bedeutet hätte. Und es stellt sich auf Grund dieser verblüffenden Tatsachen tatsächlich die Frage, ob diese Meteoreinschläge nicht doch von einer höheren Macht initiiert wurden, um die Menschheit nicht in bequemer Stagnation verharren zu lassen und zur Weiterentwicklung zu zwingen. Also doch, wie die Alten meinten, eine "Strafe der Götter" für das Verharren im Wohlleben waren. Man mag darüber denken wie man will, die geschichtlichen Tatsachen sprechen hier eine ziemlich deutliche Sprache.

Auch im Fall des Untergangs der atlantischen und achaischen Kultur war Ägypten wieder eine der bewahrenden Quellen, aus denen sich die neuentstehende Kultur ,zum Beispiel die der Griechen, speisen konnte.

Es folgte dann der Meteorit von Ilumetsa, Estland, im Jahre 0, der einen Krater von 80 m Durchmesser schlug.(11) Er könnte der Stern gewesen sein, dem die Weisen aus dem Morgenland folgten, und der später als der Stern von Bethlehem bekannt wurde. Er richtete zwar keine bekannten materiellen Schäden an, erschien aber gleichzeitig mit der Einführung des Christentums, das seinerseits durch religiöse Eiferer und den Machtanspruch der "alleinseligmachenden" Kirche einen Großteil der alten Kultur zerstörte, anscheinend unwiederbringlich altes Wissen vernichtete und unzähligen wertvollen Menschen das Leben kostete. Andererseits aber den Aufbruch in eine völlig neue Zeit einleitete, die den Kern einer erheblichen Weiterentwicklung der Menschheit in sich trug.

Im Jahre 1000 n. Chr. folgte dann wahrscheinlich ein Meteorit , dessen Einschlagskrater noch nicht gefunden wurde. Er war es möglicherweise, der Karl den Großen und seine Pferde auf der Fahrt nach Aachen erschreckte, dann in östlicher Richtung verschwand, und zu seiner Zeit als "Luftgeist" und später dann als UFO gedeutet wurde. Er leitete das Mittelalter in Europa ein, das erhebliche kulturelle Leistungen hervorbrachte aber andererseits die geistige Weiterentwicklung der westlichen Kultur für die Zeitdauer von 600 Jahren weitgehend blockierte. In dieser Zeit entwickelten sich aber auch die handwerklichen und technischen Fertigkeiten so weit, daß sie die Basis für den dann folgenden technischen Aufschwung der Neuzeit bilden konnten.

Wenn man nun die 1994 beobachtete Feuerkugel über dem Pazific , die in der Luft explodierte und somit keinen Krater hinterließ, als das nächste Meteoritenereignis wertet, dann kommt man tatsächlich auch in der Praxis auf eine Erscheinungsrate von einem großen, die Welt verändernden Meteoriten in jeweils tausend Jahren, wie die Statistik es auch aussagt.

Es ist aber auch durchaus möglich, da dieser Feuerball des Pacific relativ klein war, daß dieses Ereignis noch vor uns liegt, denn für den 13. April des Jahres 2029 wurde von Astronomen die gefährliche Annäherung des bekannten Planetoiden Apophis mit einem Durchmesser von etwa 300 m vorausberechnet, der nach neuesten Meldungen aber gerade noch an der Erde vorbeifliegen soll, aber nach weiteren sieben Jahren zum gleichen Termin zurückkehrt und dabei der Erde noch näher kommt, so daß eine Kollision durchaus möglich erscheint.

Daß die großen geschichtlichen Meteoriten, die ganze Völker und Kulturen direkt oder indirekt auslöschten, von den Priestern der betroffenen aber auch der anderen, nicht oder nur wenig betroffenen Völker, als Strafe der Götter für die bösen oder verworfen lebenden Menschen interpretiert wurden, ist verständlich. Boten doch die Ereignisse die einmalige Chance, zu zeigen, was passiert, wenn man nicht nach den Regeln der Religion lebt und den Zorn der Götter durch Entwicklungen der Gesellschaft hervorruft, die nicht mehr durch andere Mittel in die richtige Richtung zu bringen sind. Ob "die Götter" tatsächlich dabei die Hand im Spiel haben ist für uns, die wir den Zugang zum alten Wissen verloren haben und uns heute bemühen, es wenigstens teilweise wieder zu erschließen, schwer zu sagen.

Die Geschichte zeigt jedenfalls, daß diese Naturereignisse , die ja letztendlich auch auf den Schöpfergott zurückzuführen sind - wenn ihn auch die Menschen auch heute als "Naturkraft" bezeichnen - wie auch durch den Menschen selbst herbeigeführte kriegerische Auseinandersetzungen, die oft einen nicht vorhersehbaren Verlauf nahmen , meistens zu einer bedeutenden Veränderung des Lebens und des Bewußtseins der Menschheit beigetragen haben. Vielleicht sind diese Ereignisse doch ein Teil des Erziehungsprozesses, den die Menschheit durchlaufen muß, um zu höherer Reife zu gelangen.

Unbestreitbare Tatsache ist, daß diese Veränderungen eintraten und daß aus jeder Katastrophe die Menschheit erst einmal geläutert hervorging , obwohl sie dann später, wenn das Ereignis vergessen war, oft, zumindestens teilweise, wieder in alte Fehler zurückfiel oder neue machte.

Man kann deshalb davon ausgehen, daß, da die Menschheit noch lange nicht ihre Vollkommenheit erreicht hat und immer wieder auf Irrwege gerät, auch das kosmische Ereignis des Einschlags eines großen Meteoriten weiterhin ein Mittel sein könnte, Kulturen, die den Weg in eine, dem göttlichen Schöpfungswillen nicht entsprechende Richtung nehmen oder sogar auf dem Wege sind, ihm durch Jahrtausende andauernde atomare Verseuchung unersetzlichen Schaden zuzufügen, zu mahnen, oder schlimmstenfalls zu vernichten.

Daran können auch Reagans atomare Weltraumabwehrsysteme nichts ändern, die angesichts der einem großen Meteoriten innewohnenden Energie wie der Versuch eines kleinen Jungen wirken , eine heranbrausende Lokomotive durch Steinwürfe aufzuhalten. Dies wurde inzwischen aber auch von der Wissenschaft erkannt und man ist sich darin einig, daß die Gefahr, die von einem auf die Erde zurasenden Meteoriten oder Planetoiden ausgeht, nur dadurch gebannt werden kann, daß man ihm schon weit draußen im Weltraum eine an der Erde vorbeiführende Richtung gibt. Die erforderliche Technik hierfür steht aber der Menschheit zur Zeit noch nicht zur Verfügung. Sie zu entwickeln, könnte aber eine der dringlichsten Aufgaben der Weltraumforschung der nächsten Zeit sein.

Zur Zeit sieht es allerdings so aus, daß von interessierter Seite diese Tatsache zwar erkannt wird aber wegen der ungeheuren Kosten, die durch Entwicklung derartiger Systeme entstehen würden, eine Entscheidung darüber so lange hinausgeschoben wird, bis es dafür zu spät ist.

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Folgt Buch8

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